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Colin Wilkie

Fr. 18. November 2016
20:30 Uhr
18€ Künstlerhonorar

 

Wenn es ein Urgestein der deutschen Folksänger/Liedermacher/Singer-Songwriter gibt, dann gehört Colin Wilkie dazu.  Er war als Straßensänger in den 50-er Jahren unterwegs, in den 60-ern zog er mit seiner Frau Shirley Hart durch Europa, war bei den legendären Burg-Waldeck-Festivals dabei. Er beeinflusste mit seinem Folkpicking-Gitarrenspiel Hannes Wader, Reinhard Mey, Franz-Josef Degenhardt, und Werner Lämmerhirt.

Colin Wilkie wohnt seit 50 Jahren in der Nähe von Heilbronn, singt aber immer nur auf Englisch, seine trocken - humorvollen  Ansagen dagegen macht er auf Schwäbisch.

Viele Musiker des Folk und Rock haben ihm mit der CD „Ich wollte, ich hätte diesen Song geschrieben“ ihre Reverenz erwiesen. Hannes Wader hat einige seiner Lieder ins Deutsche übertragen.

Seine Songs werden als schön, fröhlich, zärtlich, melancholisch und engagiert beschrieben.

Er trat übrigens schon einmal im Kinzigtal auf, 1970 im Haslacher Pfarrheim.

Colin Wilkie ist wirklich eine Legende und Größe und nun, mit 82 Jahren, kommt er am 18. November um 20 Uhr in den Klausenbauernhof bei Wolfach. Ein Konzert, das man nicht verpassen darf.  

 

 

Seit seinem 18. Lebensjahr spielte Colin Wilkie in England Schlagzeug in Jazz- und Dancebands sowie Skiffle- und Popgruppen; später fand er dann als Autodidakt zum Gitarrespiel. Er eröffnete 1960 in Bromley zusammen mit seinem Freund John Glen einen eigenen Folkclub. Als Gäste traten unter anderem Alex Campbell, Redd Sullivan und Martin Winsor auf. Im Sutton Folk Club lernte er 1960 die englische Folksängerin Shirley Hart kennen. Gemeinsam machten sie in Frankreich Straßenmusik und spielten in den Niederlanden, Belgien, Schweden und in der Schweiz. Schließlich blieben sie ab 1966 in Deutschland, als Colin für Franz Josef Degenhardt für das Stück Leben und leben lassen Melodien zu einigen Texten komponieren sollte. Der Produzent Peter Palitzsch schlug vor, dass Shirley und Colin auf der Bühne selbst einige Lieder singen sollten. Das Stück (mit Hannelore Hoger) lief anderthalb Jahre lang im Staatstheater Stuttgart, und so wurden die beiden in Deutschland sesshaft. Nach kurzer Zeit in Stuttgart ließ sich das Paar in Stockheim nieder. Wilkie schrieb in den späten 1950er Jahren seine ersten Lieder für die Popgruppe The Moonbeams. Von früh an hat er sich politisch engagiert, zum Beispiel bei den Ostermärschen. Er war mit dem amerikanischen Songwriter Phil Ochs befreundet, dessen Lieder er sehr schätzt. Das Folkduo Colin Wilkie & Shirley Hart trat auf fast allen Burg-Waldeck-Festivals auf, zusammen mit Hein und Oss, Reinhard Mey, Franz Josef Degenhardt, Hanns Dieter Hüsch und vielen anderen. Wilkie schrieb englische Texte für Werner Lämmerhirt, Konstantin Wecker und Pe Werner und verfasste viele Lieder, die von anderen Sängern übernommen wurden, beispielsweise von Hannes Wader, Le Clou und Liederjan. Seine am häufigsten von anderen Künstlern aufgenommenen Lieder sind Icy Acres und You Won’t Get Me Down In Your Mine; sein bekanntestes Lied wurde One More City (die von Hannes Wader ins Deutsche übertragene und gesungene Version lautet Manche Stadt). Für die 1996 erschienene CD I Wish I'd Written That Song. A Tribute to Colin Wilkie singen zahlreiche Künstler seine Lieder, so zum Beispiel Ray Austin, Julian Dawson, Le Clou, Franz Josef Degenhardt, Joana, Liederjan, Reinhard Mey und Bill Ramsey.